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Das Feuer brennt immer noch  

   17.11.2004, Gabriele Blachnik, Passauer Neue Presse
   hinzugefügt am 17.11.2004  von Andreas

Kultband STS lockt zum Auftakt ihrer Tournee fast 3000 Besucher nach Passau

Im 26. Jahr ihres Bestehens ist die österreichische Kultband STS wieder auf Tour und gab am Montag in der ausverkauften Dreiländerhalle das erste Konzert ihrer »Herzverbunden«-Tournee auf deutschem Boden.

Nach zwei Jahren Auftrittspause erschien die siebenköpfige Band um das Gründertrio Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz inmitten eines beeindruckenden Bühnenequipments, zu dessen Instrumentenpark allein 12 Gitarren (drei E-Bässe eingeschlossen) gehörten. Dem charakteristischen STS-Sound tat es allerdings keinen Gefallen, das Volumen der topmodernen Anlage voll auszureizen. Vielmehr litten darunter seine Qualitäten wie mitteilsame Texte, eingängiger Gitarrensound und unverwechselbarer Gesang. Übersteuerte Gesangsmikrofone ließen die Worte stellenweise kaum noch verstehen und auch die vielseitigen Klangbeiträge eines Franz Zettl, der die Band seit 2001 u. a. an Keyboard, Tenorsaxofon und Trompete bereichert, wurden verschenkt, weil sie nicht mehr sauber herauszumischen waren. Vielleicht waren das Gründe dafür, dass die Zuhörer während der ersten Konzerthälfte, die STS ihren neuen Liedern widmete, recht zurückhaltend applaudierten. Mancher mag auch davon irritiert gewesen sein, dass Steinbäcker und Timischl ihre Texte streckenweise vom Blatt ablasen.

Über den gesamten Abend bot STS eine ausgewogene und abwechslungsreich arrangierte Mischung aus neuen Liedern, Soloprodukten von Schiffkowitz und Steinbäcker und alten Triosongs. Das hiesige Publikum reagierte auf Neues sehr verhalten, obwohl die neuen Lieder sowohl musikalisch als auch textlich auf der bewährten Linie liegen.

Die Fieberkurve in der Halle stieg erst sprunghaft an, als die Band den ersten Althit »Irgendwann bleib i dann dort« anstimmte. Da machte es gar nichts, dass Steinbäcker gerade diesen recht lustlos abspulte. Bemerkenswert ist, dass STS mit ihren Best-Off-Hits auch das Kultbedürfnis einer Generation befriedigen, die zu ihrer Gründerzeit noch gar nicht auf der Welt war. Zu »Fürstenfeld« strömten zuerst die Unter-20-Jährigen zur Bühne, bevor es auch alle anderen Zuschauer von ihren Stühlen riss. Richtig gute Stimmung gab es dann zu den Zugaben, da die gesamte Band herzhaft rockte. So bewahrheitete sich am Ende doch, was Schiffkowitz anfangs verheißungsvoll angekündigt hatte: »Das Feuer brennt immer noch.«

  © 2001-2013 Andreas Pfanner