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Goldenes Ehrenzeichen für STS
  Mittwoch, 27. Juni 2012, 22:27


Schmied: „Die Texte von STS zeigen Haltung, sie sind ein Spiegel unserer Gesellschaft, gut verpackt in den Dreiklang der Stimmen.“ (Foto: Julian Scharpf/HBF)
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied zeichnete heute nachmittags die Mitglieder der legendären Musikgruppe STS, 'Schiffkowitz', Gert Steinbäcker und Günter Timischl, mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich aus.

„Die Musik von STS hat in Österreich viel bewegt und die Menschen zum Nachdenken gebracht. Mit der Liebeserklärung an den 'Großvater', dem Verlassensein in 'Fürstenfeld', der Suche nach Heimat in 'Irgendwann bleib i dann dort' haben 'Schiffkowitz', Gert Steinbäcker und Günter Timischl uns allen Lieder geschenkt, die aus der Musikwelt und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Weil sich 'Schiffkowitz', Gert Steinbäcker und Günter Timischl mit ihrer Musik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt und sich gegen Ausgrenzung, Neid und Zweitracht gestellt haben, zeichnen wir sie heute mit dem Goldenen Ehrenzeichnen für Verdienste um die Republik Österreich aus“, so Kulturministerin Dr. Claudia Schmied.

Laudator Christian Kolonovits legte darauf Wert, dass nicht er für den Aufstieg von STS verantwortlich zeichne, sondern „STS größtenteils selber Schuld sind“. Der Laudator bezeichnete sich selbst „eher als Fan, Beobachter, Diskutant und hoffentlich guter Freund“. Dass es ihm nicht gelungen ist, seinen emotionalen Zugang in eine geordnete, allgemein verständliche Laudatio zu tauschen, darauf sei er stolz: „Wie soll man eine 'Überdosis G’fühl' mit dem Kopf erklären. Unmöglich! Denn die Basis eines STS Liedes entsteht im Herzen, durchwandert die Bedürfnisse, Nöte und Träume unserer Gesellschaft, unserer Menschen und kehrt dann wieder zurück zum Herzen, wo alles abgespeichert wird, was uns bewegt. Die Lieder von STS treffen jeden Menschen direkt, setzen Glückshormone frei, können uns zum Weinen oder Lachen bringen, können uns sogar g‘scheiter machen, wenn wir’s drauf anlegen.“

'Schiffkowitz' wandte sich kurz und gerührt an das Publikum: „Ich bin normalerweise nicht auf den Mund g'fallen, aber heute fehlen mir die Worte. Wir sind erfreut und fassungslos, diese Ehrung empfinden wir als große Auszeichnung. Wir sind dem Schicksal dankbar, dass wir es so weit bringen durften."

Die Überreichung der Dekrete und Insignien fand im Beisein zahlreicher Freunde und Wegbegleiter im Audienzsaal des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur statt. Harri Stojkas Hot Club of Vienna begleitete die Feier musikalisch.

1978 gründeten die drei Steirer Schiffkowitz (eigentlich Helmut Röhrling), Gert Steinbäcker und Günter Timischl die Gruppe STS. Sie spielten einige Jahre in kleinen Clubs und Cafés. 1982 produzierte STS ihre erste LP/CD „Gegenlicht”. 1984 landeten sie ihren Erfolgshit „Fürstenfeld”, mit dem sie weit über Österreich hinaus bekannt wurden. Das Album „Überdosis G’fühl” wurde veröffentlicht, STS spielten ihre erste große Österreich-Tournee und legten den Grundstein für ihren bis heute ungebrochenen Erfolg. STS sind seit Jahren ein fixer Bestandteil der österreichischen Musikszene. Ihre Produktionen wurden 13 Mal mit Gold, 8 Mal mit Platin, 2 Mal mit Doppelplatin und 1 Mal mit Vierfachplatin ausgezeichnet. Bei ihren zahlreichen Tourneen durch Österreich, Bayern, Südtirol und die Schweiz konnten sie tausende Fans begeistern.


Fotos und das Programm der Verleihung sind unter http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120627c.xml abrufbar.

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